Schneelast bei Block und Gartenhäusern

Hier finden Sie Infos über die Schneelasten, da wir aus Österreich kommen, wissen wir darüber ab besten Bescheid, wir passen alle Häuser an die geforderte Schnallast an.

Schnee kann wunderschön sein – wenn er nicht zufällig genau in der Garageneinfahrt oder auf dem Gehsteig vor der heimischen Oase liegt und weggeschaufelt werden muss. Auf den ersten Blick sieht das himmlische Weiß zwar aus, wie leichte bauschige Watte, aber man merkt schnell, dass der Anblick täuscht. Das Gewicht vom Schnee wirkt sowohl auf dem Hausdach, aber auch auf der TerrassenüberdachungGartenhaus, Carport oder Holzgarage als beschwerliche Last. Die Tragwerke (Bauten) rauchen eine gute Statik, um die Last zu tragen. Nachfolgen zeigen wir auf, was die Schneelast ist und wie berechnet bzw. abgeschätzt werden kann. Ebenso zeigen wir, welche Schneelastzonen es gibt und in welchem Ihr Garten liegt. Außerdem erklären wir, wann ein Dach von seiner Schneelast unbedingt befreit werden sollte.

schneedach

Wie schwer kann Schnee auf einem Gartenhaus werden?

Eine Schneeflocke hat im Schnitt einen Durchmesse von ca. 5 Millimetern (= 5 mm) und wiegt etwa vier tausendstel Gramm (= 4 mg). Mit steigender Temperatur werden die Schneeflocken immer größer, weil die Eiskristalle schmelzen und dabei zu großen Flocken verkleben. Laut dem Guinness-Buche der Rekorde soll die größte je gesehene Schneeflocke sogar einen Durchmesser von 38 Zentimetern gehabt haben!

Gibt es verschiedene Schneearten? Welche typischen Eigenschaften hat Schnee?

Schnee lässt sich anhand verschiedener Kriterien klassifizieren:

  • dem Alter
  • dem Feuchtigkeitsgehalt
  • der Farbe
  • der Dichte
  • sowie nach Auftreten und Ursprung.

Für unsere Informationen zum Thema Schneelastzonen sind die Kategorien Feuchtigkeitsgehalt und Dichte interessant, da sie das Gewicht des Schnees und damit die Schneelast, die er für Gartenhaus, Terrassenüberdachung und Garagen aus Holz darstellt, beeinflussen.

Schneearten unterschieden nach Feuchtigkeitsgehalt

Pulverschnee ist vergleichsweise trockener Schnee – selbst unter Druck verklebt er nicht. Er hat eine Dichte, die typischerweise unter 60 Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³) liegt. Anders als Pulverschnee klebt der sogenannte Feucht- oder Pappschnee unter Druck zusammen. Er ist damit der perfekte Schnee, um Schneebälle und Schneemänner daraus zu formen. Aus Fechtschnee kann man kein Wasser herauspressen. Das ist bei Nassschnee anders: Er ist sehr nass, schwer und klebt zusammen. Aus Nassschnee kann man Wasser herauspressen. Sogenannter Faulschnee ist wiederum ein Mix aus Wasser und größeren Schneebrocken, die nicht mehr gut zusammenhalten (Schneematsch).

Schneearten unterschieden nach ihrer Dichte

  • trockener, lockerer Neuschnee (Pulverschnee): Dichte 30 bis 50 Kilogramm pro Kubikmeter
  • gebundener Neuschnee: Dichte 50 bis 100 Kilogramm pro Kubikmete
  • stark gebundener Neuschnee: Dichte 100 bis 200 Kilogramm pro Kubikmeter
  • trockener Altschnee: Dichte 200 bis 400 Kilogramm pro Kubikmeter
  • feuchtnasser Altschnee: Dichte 300 bis 500 Kilogramm pro Kubikmeter
  • Schnee-Eis (trüb): Dichte 800 Kilogramm pro Kubikmeter
  • Wasser-Eis (klar): Dichte 900 Kilogramm pro Kubikmeter

 

Wie berechnet man die Schneelast?

Zum Bestimmen der Schneelast, der ein Tragwerk in der Praxis ausgesetzt sein kann, sind die lokale Klimazone und die topografische Höhe wichtig. Diese lassen auf ein zu erwartendes Niederschlagsaufkommen schließen – woraus sich wiederum die am jeweiligen Standort des Bauwerks anzusetzende charakteristische Schneelast berechnen lässt. Die Schneelast gemäß den oben vorgestellten Schneelastzonen lässt sich wie folgt berechnen:

Schneelastzone             Berechnungsformel

  • Zone 1                            Sk = 0,19+0,91*((A+140)/760)2
  • Zone 1a                          Sk = 1,25*[0,19+0,91*((A+140)/760)2]
  • Zone 2                            Sk = 0,25+1,91*((A+140)/760)2
  • Zone 2a                          Sk = 1,25*[0,25+1,91*((A+140)/760)2]
  • Zone 3 (1)*                    Sk = 0,31+2,91*((A+140)/760)2

A entspricht bei dieser Berechnung der Geländehöhe in Metern über Meeresniveau. Um die tatsächliche Schneelast auf dem Dach von Terrasse, Gartenhaus, Terrassenüberdachung oder Garage abschätzen zu können, ist es nötig, den Schichtaufbau der Schneedecke darauf zumindest erst einmal grob zu bestimmen. Dazu gräbt man die Schneedecke bis zum Untergrund auf und versucht die wesentlichen Schichten abzugrenzen. Zur Bestimmung der Auflast schlägt die Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt vor, die jeweilige Schichtstärke (in m) zu ermitteln und diese dann mit der zugehörigen mittleren Dichte der Schneeart zu multiplizieren. Die einzelnen Schicht-Ergebnisse zählt man anschließend zusammen. Das Gesamtergebnis ist die Auflast pro m² der Schneedecke auf eine ebene Fläche.

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